Aufenthaltserlaubnisse

Jeder EU- und EWR- oder Angehörige von Drittstaaten mit Wohnsitz in Malta, der sich  für einen Zeitraum von mehr als drei (3) Monaten in Malta aufhält, muss von den zuständigen Behörden in Malta eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Für eine Einzelperson kann ein allgemeiner Wohnsitz beantragt werden, was bedeutet, dass diese Person physisch für einen Zeitraum von sechs Monaten oder mehr und aktuell in Malta lebt und arbeitet oder in der Lage ist, sich selbst und ihre Familie finanziell zu unterhalten, ohne auf öffentliche Mittel zurückgreifen zu müssen. Eine befristete Aufenthaltsgenehmigung wird Personen gewährt, die hier in Malta eine Ausbildung absolvieren. Ein ständiger Wohnsitz kann von EU/EWR-Bürgern und deren Angehörigen beantragt werden, nachdem sie für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren fortlaufend in Malta gelebt haben und vorausgesetzt, diese Antragsteller haben sich in dieser Zeit nicht für einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten außerhalb von Malta aufgehalten. Die Antragsteller sollten ein Angestelltenverhältnis haben, freiberuflich tätig sein, studieren oder für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren finanziell unabhängig sein.


Regelungen für hochqualifizierte Personen

Impressum 106 der 2011 eingeführten neuen Regelungen, nach dem Personen, die Einkünfte aus Beschäftigung bei einem 'qualifizierten' Büro einen  Steuervorteil, bestehend aus einer Pauschalversteuerung von fünfzehn Prozent (15 %) auf ihren Arbeitslohn erhalten, anstatt der gewöhnlichen progressiven Steuersätze, die bei fünfunddreißig Prozent (35 %) gedeckelt sind. Der Zweck dieser Regelung war, einen Anreiz für ausländische Arbeitnehmer, die in speziellen Bereichen arbeiten, zu bieten, damit sie ihren Wohnsitz nach Malta verlegen und so die Attraktivität von Malta als angesehenes Zentrum für Finanzdienstleistungen fördern. Die Erträge werden als resultierend aus einem qualifizierten Arbeitsvertrag angesehen, wenn sie sich auf ein Einkommen aus abhängiger Beschäftigung von mindestens fünfundsiebzigtausend (€ 75.000) Euro beziehen, bestehend aus Bezügen von einem 'qualifizierten Büro'. Letzteres bezieht sich auf eine Beschäftigung in einer der folgenden Positionen:

  • Leiter der Marketing-Abteilungen, Leiter Investment-Beziehungen.
  • Vorstandsvorsitzender, Risiko-Manager, Vorsitzender des Bereichs Finanzen, Vorstand operative Geschäfte, Vorstand technischer Abteilungen;
  • Portfolio-Manager, Leiter im Bereich Kapitalanlagen, Senior-Händler/Händler, Senior-Berater (einschließlich Fachleute für die Strukturierung), Versicherungsfachleute, Leiter im Effektenhandel, Technische Versicherungsangestellte;

Eine Person, auf die diese Regelung zutrifft, hat eine Berechtigung auf den steuerlichen Vorteil der Pauschalbesteuerung von 15 %, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: 

  • Die Person ist nicht in Malta ansässig 
  • Der Arbeitsvertrag unterliegt den Gesetzen von Malta für die Zwecke der Durchführung echter und effektiver Arbeit;
  • Die Person ist in der Lage, nachzuweisen, dass das Einkommen aus dem Angestelltenverhältnis im Zusammenhang mit der Beschäftigung  in Malta erzielt wurde;
  • Die Person kann nachweisen, dass die im Rahmen der Beschäftigung durchgeführten Aktivitäten sich auf die Funktionen eines qualifizierten Büros beziehen;
  • Eine weitere Voraussetzung ist, dass diese Person keine anderen steuerlichen Vergünstigungen beantragt hat, die für ausländische Arbeitnehmer im Bereich von Investment-Dienstleitungen zur Verfügung stehen;
  • Die Person offenbart für steuerliche Zwecke ihr Einkommen  und erklärt die Bezüge in Bezug auf Einkommen aus einem qualifizierten Arbeitsvertrag;
  • Das Individuum ist in der Lage, nachzuweisen, dass es über eine angemessene und spezifische Kompetenz verfügt und im Besitz von Berufsqualifikationen und einer Berufserfahrung von mindestens 5 Jahren ist;

Der reduzierte Steuersatz gilt für einen zusammenhängenden Zeitraum von fünf Jahren für EWR- und schweizer Staatsangehörige und für einen zusammenhängenden Zeitraum von vier Jahren für andere Staatsangehörige.

Malta erlässt neue Bestimmungen für vermögende Privatpersonen

Am 15. September 2011 gab der Finanzminister von Malta die lang ersehnten Bestimmungen für vermögende Privatpersonen (High Net Worth Individuals Rules) (‘HNWI-Bestimmungen’) bekannt, welche die Ausstellung von Aufenthaltsgenehmigungen für EU Bürger und Nicht-EU-Mitglieder regelt (obwohl eine neue Regelung namens Bestimmungen für ein globales Wohnsitzprogramm 2013 <Global Residence Programme Rules 2013> die Bestimmungen für vermögende Privatpersonen <High Net Worth Individuals Rules> für Nicht-EU-Mitglieder ablösen). Personen, die unter diesen neuen Bestimmungen berechtigt sind, unterliegen der maltesischen Besteuerung mit einer Pauschalsteuer von 15 % auf Überweisungsgrundlage, das bedeutet, dass diese nur auf Einkommen aus fremden Quellen anwendbar ist, wenn diese nach Malta überwiesen werden.

Diese Bestimmungen lösen die früheren Vorschriften des Wohnsitzschemas für Malta (Malta Residents Scheme Regulations) ab. Die neuen HMWI-Bestimmungen von Malta gelten für Personen, die ihre Steueransässigkeit auf Malta haben möchten und deckt jetzt nur zwei Kategorien für Antragsteller ab, nämlich Bürger aus:

  • Der Europäischen Union (EU), dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Schweiz und
  • Angehörige von Drittländern.

Kurzfassung der HNWI-Bestimmungen

Folgendes ist eine Kurzfassung der geltenden Anforderungen für die "Malta High Net Worth Residence Schemes":

Anforderungen

EU/EWR/Schweiz

Finanzgrundlage

Stabiles und regelmäßiges Einkommen

Immobilienkauf; oder

Mindestwert EUR 400.000

Miete von Immobilien

Mindestwert EUR 20,000

Vermietung / Anteil an Immobilien

Nicht zulässig

Steuersatz

15 % auf Einkommen aus ausländischen Quellen, das nach Malta überwiesen wird, 35 % auf Einkommen aus Malta

Jährlich zahlbarer Mindeststeuersatz

Hauptantragsteller: EUR20.000;
Unterhaltsberechtigter: EUR2.500

Krankenversicherung

Pflicht

Mindestaufenthalt auf Malta

90 Tage

Max. Wohnaufenthalt in einem anderen Land

< 183 Tage

Wohnsitz in Malta zulässig

Nein

Regionales Geschäft / Anstellung

Zulässig

Bestehender dauerhafter Aufenthalt auf Malta

Inhaber einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung für Malta unter der früheren Regelung für dauerhaftes Aufenthaltsrecht behalten ihren Status unverändert. Personen, die ihre Immobilie, auf die sich die Genehmigung bezieht, verkaufen oder die ihren bestehenden Mietvertrag kündigen, müssen jedoch gemäß den Vorschriften der neuen HNWI Regelungen eine qualifizierende Immobilie kaufen oder pachten.

Die Bestimmungen für ein globales Wohnsitzprogramm 2013

Das neue globale Wohnsitzprogramm (Global Residence Programme), Impressum 167 von 2013 (im Folgenden "Vorschriften") wurde vor kurzem in Malta veröffentlicht und ersetzt die oben genannten Bestimmungen für vermögende Privatpersonen in Bezug auf Angehörige von Drittstaaten. Damit eine Person, sich nach diesen Regeln qualifiziert, muss eine solche Person, eine qualifizierte Immobilien halten. Nach den Bestimmungen kann sich dies auf den Kauf eines Grundstücks in Malta für eine Gegenleistung von nicht weniger als 270.000 Euro beziehen, sollte die Immobilie sich jedoch im Süden von Malta oder Gozo befinden, reduziert sich der der Betrag auf 220.000 Euro. Alternativ kann sich eine qualifizierende Immobilie auf einen Mietvertrag beziehen, der für eine Immobilie in Malta jährlich mindestens 9.600 Euro oder für eine Immobilie im Süden von Malta oder in Gozo mindestens 8.750 Euro beträgt. Zur weiteren Qualifizierung im Rahmen dieser Bestimmungen müssen solche Personen außerdem ein festes und regelmäßiges Einkommen erhalten, das ausreicht, um sich selbst und jede von ihnen abhängige Person zu unterhalten. Sie müssen eine Krankenversicherung abschließen, die alle Risiken in der EU abdecken, fließend Englisch beherrschen und geeignete und integre Personen sein. Sich nach diesen Bestimmungen qualifizierende Personen unterliegen der Einkommensteuer mit einer Rate von 15 % auf Einkommen aus ausländischen Quellen, das nach Malta überwiesen wird. Jedes andere aus Malta stammende Einkommen, welches nach den Bestimmungen nicht zu versteuern ist, soll als gesondertes Einkommen in Höhe von 35% berechnet werden.

 

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